Die Zukunft ist digital

Unsere digitale Welt verändert auch, wie wir über Mobilität denken. Immer mehr Dienste konzentrieren sich bereits auf die Möglichkeiten unserer Zeit. Uber revolutionierte den Taxi-Markt, und auch das Leih- und Rent-Geschäft mit Autos nimmt immer mehr Fahrt auf. Dazu passt auch, dass nun die Konkurrenten Daimler und BMW die Kräfte bündeln wollen und die eigenen Dienste „Car2Go“ und „Drive Now“ zu einer gemeinsame App mit dem Namen „Share Now“ zusammenlegen. Noch ist die App nicht in Betrieb, doch die Konzerne wollen in den kommenden Jahren mehr als eine Milliarde in das gemeinsame Angebot investieren.

Ziel ist das komplett autonome Auto

Zwar wollen BMW und Daimler auch in Zukunft um jeden Kunden im Premium-Segment kämpfen, also auch gegeneinander, doch mit dem neuen Joint Venture soll ein Grundstein gelegt werden, der für beide Autobauer zentral in der Zukunftsplanung ist: das autonome Fahren. So soll es möglich sein, per App ein Auto zu bestellen, das anschließend automatisch und ohne Fahrer zum Abholort fährt, seine Passagiere aufnimmt und selbsttätig zum Zielort bringt. Wenn es dabei nach BMW geht, werden viele dieser Fahrzeuge in den kommenden Jahren vollkommen elektrisch fahren. Bereits heute besitzt die Share Now Plattform über 20.000 Autos im Fuhrpark. 3.200 von ihnen sind nach Angaben von heise.de vollkommen elektrisch. Ziel sei es zudem, dass die Flotte irgendwann zu 100 Prozent elektrisch fährt.

Was wird die Zukunft bringen?

Noch ist aber offen, wie die Autokonzerne die nötige Intelligenz in ihre Autos bekommen. Immerhin basiert autonomes Fahren auch auf der Verarbeitung von gewaltigen Datenmengen. Doch weder BMW noch Daimler waren bisher als Vorreiter im Big Data bekannt. Hier entsteht also eine Abhängigkeit gegenüber den großen Tech-Konzernen aus dem Silicon Valley. Vor allem Google arbeitet zudem an einer eigenen Technologie, die Autos autonom steuern soll. Es fraglich, ob der Konzern nötige Daten und Informationen mit der Konkurrenz aus Deutschland teilen wird.